Vorsicht vor WhatsApp Betrug
Eine Nachricht von einem bekannten Kontakt, eine freundliche Bitte und ein Link:
Eine vermeintliche Abstimmung für einen Wettbewerb kann zur Falle werden. Kriminelle nutzen solche Nachrichten, um Zugriff auf WhatsApp-Konten zu erhalten.
So funktioniert die Masche
Die Bitte wirkt persönlich: Ein Kind oder eine Jugendliche brauche Unterstützung bei einem Wettbewerb. Der Link führt jedoch auf eine gefälschte Abstimmungsseite. Dort sollen Empfänger ihre Mobilfunknummer und anschließend einen Code eingeben.
Bei der von der Polizei beschriebenen Variante löst die Telefonnummer im Hintergrund eine Geräteverknüpfung aus. Wer den dazugehörigen Code auf der Betrugsseite eingibt, verbindet das Gerät der Täter mit seinem Konto. Diese können dann Chats mitlesen und Nachrichten im Namen des Betroffenen versenden. Die Nachricht eines vertrauten Kontakts ist deshalb kein Echtheitsnachweis: Sein Konto könnte bereits betroffen sein.
Woran erkennen Sie eine verdächtige Abstimmung?
- Die Einladung kommt unerwartet und enthält einen unbekannten Link.
- Die Seite verlangt einen WhatsApp-Code oder eine Geräteverknüpfung.
- Sie sollen einen QR-Code mit der Funktion „Gerät verknüpfen“ scannen.
- Die Nachricht drängt zu schnellem Handeln oder passt nicht zum Absender.
Merksatz: Eine Abstimmung ist kein Grund, Ihr WhatsApp-Konto mit einem fremden Gerät zu verbinden. Geben Sie Registrierungscodes, PINs oder Verknüpfungscodes niemals an Dritte oder auf fremden Webseiten weiter.
Verdächtige Nachricht erhalten? Erst nachfragen
Prüfen Sie eine ungewöhnliche Bitte durch einen direkten Telefonanruf oder über einen anderen Kommunikationsweg. Fragen Sie, ob die Person den Link tatsächlich geschickt hat. Auch Geldforderungen sollten Sie unabhängig vom Chat überprüfen.
Code eingegeben oder Gerät verknüpft? Jetzt handeln
1. Verknüpfte Geräte kontrollieren
Öffnen Sie WhatsApp und wählen Sie „Verknüpfte Geräte“. Auf Android finden Sie den Bereich meist im Drei-Punkte-Menü, auf dem iPhone in den Einstellungen. Tippen Sie auf unbekannte Geräte und melden Sie diese ab. WhatsApp empfiehlt, diese Liste regelmäßig zu prüfen.
2. Kontozugriff wiederherstellen
Falls Sie den Zugriff verloren haben, folgen Sie der offiziellen WhatsApp-Anleitung zur Wiederherstellung eines kompromittierten Kontos. Registrieren Sie Ihre eigene Telefonnummer erneut mit dem von WhatsApp bereitgestellten Code. Zusätzliche Sicherheitsabfragen oder Wartezeiten können erforderlich sein. Prüfen Sie danach ausdrücklich erneut die verknüpften Geräte.
3. Kontakte warnen und Missbrauch prüfen
Informieren Sie betroffene Kontakte telefonisch, per SMS oder E-Mail. Warnen Sie vor Geldforderungen und verdächtigen Links, die in Ihrem Namen verschickt wurden. Prüfen Sie Ihre Chats auf fremde Nachrichten.
4. Konto zusätzlich absichern
Aktivieren Sie in WhatsApp unter „Einstellungen → Konto → Verifizierung in zwei Schritten“ die zusätzliche Kontosicherung und folgen Sie den Angaben Ihrer App. Halten Sie WhatsApp und das Betriebssystem aktuell. Eine zusätzliche Kontosicherung ersetzt die Kontrolle verknüpfter Geräte nicht.
5. Belege sichern
Bewahren Sie Nachrichten, Links und Screenshots auf. Bei Accountmissbrauch oder finanziellem Schaden wenden Sie sich an die Polizei. Falls Geld überwiesen wurde, kontaktieren Sie außerdem umgehend Ihre Bank.
Unser IT-Sicherheitstipp
Solche Angriffe nutzen Vertrauen und Hilfsbereitschaft. Nehmen Sie sich bei ungewöhnlichen Nachrichten einen Moment für die Prüfung – gerade dann, wenn die Bitte scheinbar von Freunden oder Familienmitgliedern kommt. Verknüpfen Sie ausschließlich Geräte, die Sie selbst bewusst verwenden möchten.
Mehr Sicherheit für Ihre digitale Kommunikation
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Quellen und weiterführende Informationen
- Verbraucherzentrale: Originalbeitrag zu gefälschten WhatsApp-Abstimmungen
- Polizeiliche Kriminalprävention: Fake-Abstimmung und Geräteverknüpfung
- Polizeiliche Kriminalprävention: WhatsApp-Accounts schützen
- WhatsApp: Verknüpfte Geräte prüfen und abmelden
- WhatsApp: Gehacktes Konto wiederherstellen
- WhatsApp: Verifizierung in zwei Schritten
Beitrag enthält KI-Inhalte
